Geschichte des Blumenkorsos

In Eichendorf weiß man zu feiern und große Zuschauermengen anzulocken. Das erste Volksfest, damals noch als Landwirtschaftsfest betitelt, wurde 1892 veranstaltet.

In den 1950er Jahren entstand die Idee, anlässlich des Volksfestes auch Fahrzeugsegnungen durchzuführen. 1957 wurden erstmalig die Fahrzeuge mit Blumen geschmückt. Damals bildeten 31 Wagen den Festzug und die schönsten wurden mit Unterstützung der Gräflichen Brauerei Adldorf prämiert. Jeder wollte den schönsten Wagen stellen, aber auch zwischen den Festwirten Graf Arco und Baierl-Bräu entstand ein Wettstreit, die sich künftig im Jahresrhythmus abwechselten. Die örtlichen Geschäftsleute und Vereine beteiligten sich ebenfalls, denn ein attraktiver Blumenkorso am Volksfestsonntag lockte viele Besucher an und bedeutete mehr Einnahmen.

Das Konkurrenzdenken der Brauereien erreichte skurille Zustände und ab 1969 wurden zwei Volksfeste und zwei Blumenkorsos abgehalten. Die Brauerei Baierl wurde später von der Löwenbrauerei übernommen, die ab 1976 darauf verzichtete, einen eigenen Korso zu veranstalten, und sich 1980 ganz als Volksfestveranstalter zurückzog.
1989, im Todesjahr des Reichsgrafen Otto von Arco auf Valley, dem der Blumenkorso sehr am Herzen lag und dessen größter Unterstützer und Förderer er war, fand der Korso zum letzten Mal statt.

Obwohl der Blumenkorso tausende von Zuschauern anlockte, fand sich in der Großgemeinde Eichendorf niemand mehr, der bereit war, diesen Aufwand weiterhin zu betreiben. Anlässlich des Jubilaums „750 Jahre Marktrechte" wurde der Blumenkorso genau 25 Jahre später, am 24. August, auf Anregung von Bürgermeister Max Schadenfroh wieder veranstaltet.

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